Meine Bassgeige...

heisst Emma und ist ein wundervolles Instrument, wenn auch manchmal etwas verstimmt... Wie jede ältere Dame hat sie ihre Launen und hadert mit ihrem Gewicht. Aber sie ist mir seit über 20 Jahren eine treue Begleiterin und hat mich in dieser Zeit während wohl fast 800 Konzerten nicht ein einziges Mal im Stich gelassen. Kennen gelernt haben wir uns in Paris, ihrer Heimatstadt. Einige munkeln sogar sie soll dort in der Werkstatt von Jean Babtiste Vuillaume geschaffen worden sein. Aber zum Glück ist dies nicht belegt, denn so war diese edle Dame auch für mich erschwinglich. 

Ihr vorheriger Besitzer war der französische Jazzbassist Pierre Boussaguet. Er hat legendäre Bass-Duette mit Ray Brown auf diesem Bass eingespielt. So kann ich immerhin behaupten, dass mein Bass mit Ray Brown gespielt hat. Zu meinem Glück hat Ray Brown die Schönheit meiner Lady nicht erkannt und Pierre Boussaguet zum Verkauf geraten. Ich werde Ray Brown für diese Fehleinschätzung auf immer dankbar sein! Bei unserem ersten Zusammentreffen war es liebe auf den ersten Ton. Mit ihrer grossen Mensur (107.5) und den weiblich- vollschlanken Rundungen entwickelt meine Bassgeige eine Tiefe von ungeahnter Schönheit. Damit diese Schönheit vollends zum Tragen kommt, trägt meine Bassgeige seit 2010 «Sonores Original Wrap» handgemachte Darmsaiten von Gerold Genssler, Berlin. Der Stachel und der Saitenhalter ist ebenfalls nach Plänen von Gerold Genssler gefertigt.

 

Und da ich bis heute keinen Tonabnehmer gefunden habe der diesem Ton gerecht wird, habe ich es irgendwann aufgegeben mich weiter damit abzumühen. Seither spiele ich unverstärkt und die Band schimpft immer noch, ich sei zu laut. (Mit den neuen Saiten sogar noch mehr als früher) Also, alles im grünen Bereich.

 

Allerdings habe ich kürzlich erstmals einen Tonabnehmer getestet der meinen Ansprüchen gerecht wird: www.ehrlund.se. Ebenfalls auf Empfehlung von Gerold Genssler. 2011 hat zudem der Kontrabassbauer Martin Hillmann, aus Zürich, meinen Steg und das Griffbrett bearbeitet. Ein voller Erfolg!


und Jim Knopf

ist der kleine Bruder von Emma. Ein wahrscheinlich böhmischer Bass der eher zufällig bei mir landete. Der Besitzer hat dieses Instrument von seinem verstorbenen Bruder geerbt und wusste eigentlich nicht viel damit anzufangen. So kam es, dass er mich fragte, ob  ich diesen Bass haben möchte. Als ich ihn zum ersten Mal sah, war er in einem erbärmlichen Zustand. Decke gerissen Steg kaputt. Und doch habe ich umgehend gehört, dass in diesem kleinen Kerl viel Potential steckt. Der Geigenbauer Jürg Buchwalder hat sich dann der Seele des kleinen Rackers angenommen und unterdessen hat auch Jim schon einige Konzerte mit Bait Jaffe und StimmeKontraBass hinter sich gebracht. Sein Ton ist nicht so warm und Voll wie derjenige von Emma, aber er ist knackig frisch, laut und sehr präsent. Insbesondere seit auch er mit Saiten von Gerold bestückt ist.

 

TT 4/21 "Vintage Baby"

Ist ein E-Bass von Tino Tedesco aus Birsfelden. Tino hat diesen Bass nach meinen Wünschen kreiert. Ziel war es, sowohl beim "Look" als auch beim Sound so nahe wie möglich an einen 69er Fender Jazz Bass zu kommen. Herausgekommen ist ein Bass, der mit seinem "Sherwood Green Satin Metallic" noch schöner ist als das Vorbild und mit seinem runden, frechen und knackigen Sound die Vorelage bei weitem übertrifft!

 

TT 5/24 "Honey"

Dieser Honiggoldene 5-Saiter ist ebenfalls von Tino Tedesco.
Auf Facebook hat jemand diesen Bass folgendermassen kommentiert: "This bass is just ridiculously sexy!". Keine weiteren Anmerkungen.  

Instrumente

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